Internationale Initiativen
Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um Frieden.
Dag Hammarskjöld
(1905 - 1961)
ehem. UN-General-
sekretär
Nordostasien
Die nordostasiatische Friedensinitiative schließt gesellschaftliche Initiativen ein, die eine friedliche Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel unterstützen, wo in der Zeit des Kalten Krieges Menschen mit einer gemeinsamen Geschichte, Kultur und Sprache in zwei Staaten geteilt wurden. Im Oktober 2002 öffnete sich Nordkorea erstmalig für den Tourismus aus dem Süden, als 300 Südkoreaner einige Sehenswürdigkeiten in Nordkorea besuchen durften. Im September 2003 flogen zwei Gruppen direkt von Inchon in Südkorea nach Pyöngyang in Nordkorea. Das waren die ersten Touristenflüge über die demilitarisierte Zone hinweg. Wenn nordkoreanische Flüchtlinge in Südkorea ankommen, werden sie in Verschwisterungszeremonien mit Frauen und Männern aus Südkorea verbunden.
Kultureller Austausch
Das Little Angels Children's Folk Ballet aus Seoul trat 1998 in Nordkorea auf. Im Mai 2000 erwiderte die Children and Students Performing Arts Troupe aus Pyöngyang den Besuch mit ihren Aufführungen in Seoul. Das Festival für Weltfrieden, das im Februar 2002 in Seoul veranstaltet wurde, beinhaltete auch die Werke von 12 nordkoreanischen Künstlern.
Bildungsprogramme
Auf internationalen Friedenskonferenzen finden Beratungen über die friedliche Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel statt. Wissenschaftler, Diplomaten, Politiker und Repräsentanten der Zivilgesellschaft diskutieren über politische, ökonomische, nukleare und humanitäre Fragen, die die Halbinsel betreffen. Seminare für Friedensbotschafter an Hochschulen bringen Studenten aus Südkorea und Japan sowie Vertreter der nordkoreanischen und südkoreanischen Einwohner in Japan zusammen. Chinesen, Japaner, Russen und Amerikaner sprechen mit Koreanern über Wege zu einem friedvollen, vereinigten Korea.
Kundgebungen zur Wiedervereinigung
Harmonie- und Gebets-Kundgebungen für die Wiedervereinigung wurden in ganz Korea abgehalten. In Japan lebende Koreaner, die mit Nordkorea bzw. mit Südkorea verbundenen Organisationen angehören, reisten nach Korea und nahmen an diesen Veranstaltungen teil. Sie forderten die Regierungen auf, ihre Bemühungen um die Beendigungder sechs Jahrzehnte dauernden Trennung zu verstärken.
„Die Little Angels haben auf großartige Weise die Herzen der Menschen hier bei uns erwärmt. Ich hoffe, dass dies auch die Herzen der politischen Leiter im Norden und im Süden erwärmen wird.“
Mr. Byung-hwa Cho
Vorsitzender der Nationalen Kunstakademie von Nordkorea
„Durch dieses Seminar habe ich die Möglichkeit einer Wiedervereinigung von Nord-und Südkorea erkennen können und ich habe die Kraft junger Menschen gespürt.“
Dong-yeong Kim,
Yonsei Universität, Seoul
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