Themen
Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.
UNESCO-Präambel
Berlin Resolution
12. März 2011
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Wir, die Teilnehmer der UPF-Tagung: "Gesellschaft auf der Suche - Welche Werte sichern unsere Zukunft?", betrachten die nachfolgenden 6 Aussagen als fundamental für eine zukünftige friedliche Gesellschaft:
1. Gott als Zentrum
"Der freiheitliche, säkularisierte Staat (und auch die Wirtschaft) lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann" (Böckenförde). Die wichtigste Quelle für Werte in Vergangenheit und Gegenwart war und ist immer die Religion. Es ist gut für den Menschen anzuerkennen und schützt ihn vor Hybris, dass über ihm ein absolutes Wesen existiert. Der Mensch als imago dei steht in der Position, Gottes Liebe zu empfangen und zu ererben. Daraus erwächst die Würde des Menschen, aber auch seine Verantwortung und die Achtung der allgemeinen Menschenrechte.
2. Leben zum Wohl anderer
Über die Qualität eines Gemeinwesens entscheidet, inwiefern Egoismus oder eine Kultur des Dienens das Zusammenleben bestimmen. Praktizieren wir dieses Leben zum Wohl der anderen, so werden wir altruistisch statt egoistisch. Die Essenz eines guten Charakters ist Wahre Liebe, die sich durch selbstloses Handeln ausdrückt. Dies gilt im Besonderen für Politik und Wirtschaft.
3. Familie
Der Zusammenbruch der Familie hat in der Geschichte meist auch den Zusammenbruch des Gemeinwesens zur Folge gehabt. Die Familie sollte die erste "Schule der Liebe und des Friedens" sein. Alle grundlegenden persönlichen und öffentlichen Tugenden werden im Elternhaus erlernt und können dort zuerst praktiziert werden. Verantwortungsvoll geführte, engagierte Ehen sind das Fundament für gesunde Familien. Nicht umsonst stehen Ehe und Familie in den meisten Verfassungen unter dem besonderen Schutz des Staates.
4. Wissenschaft und Religion
Das Unfassbare und Wunderbare der Quantenphysik ermöglicht eine Versöhnung zwischen Vernunft und Glauben. Religion und Wissenschaft sind keine Gegensätze mehr, sondern sollen und können sich ergänzen.
5. Die Geistige Dimension des Lebens
Das Leben hat außer der materiellen auch eine geistige Dimension. Der Mensch ist Geist und hat einen Körper. Der Maßstab unseres Handelns sollte der Realität einer geistigen Welt und einem ewigen Leben Rechnung tragen. Wir halten es für dringend erforderlich, die geistige Dimension der menschlichen Existenz zu verstehen und zu würdigen. Religion und Spiritualität spielen eine äußerst wichtige Rolle im täglichen Leben eines jeden Menschen.
6. Interreligiöse und internationale Zusammenarbeit
In Zeiten der Globalisierung, bzw. der "Einen Welt" ist interreligiöse und internationale Zusammenarbeit eine unerlässliche Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben. Die Aufgabe, Grenzen zwischen Religionen, Nationen und Hautfarben zu überwinden, ist eine vorrangige Aufgabe für alle, die Verantwortung tragen im Bereich der Politik, Kultur, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Es gilt nach wie vor in Anlehnung an M.L. King: Wenn wir nicht lernen, miteinander als Geschwister zu leben, werden wir als Narren miteinander untergehen.
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