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Stuttgart - Abel UN Friedenskampagne

Themen


Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um Frieden.


Dag Hammarskjöld
ehem. UN-General-
sekretär
(1905 - 1961)

Veranstaltungsbericht - Stuttgart

Vortragsveranstaltung im Rahmen der "Abel UN" Peace Campaign

Ist der Islam eine friedliche Religion?


Am 15. Januar 2011 führte die UPF Stuttgart in den Räumen der Familienföderation in Stuttgart, Hornbergstraße 94, eine Veranstaltung mit dem Thema "Ist der Islam eine friedliche Religion?" durch. Der Referent war Samir El Midani, ein Moslem, Friedensbotschafter der UPF Stuttgart. Samir El Midani kommt ursprünglich aus Ägypten, er war lange Jahre Vorsitzender des "Islamischen Bundes Stuttgart e.V.".



Die "Abel UN" Peace Campaign, auf die sich unsere Veranstaltung bezog, wurde am 22. November 2010 von der UPF World Assembly, unter anderem zur Vorbeugung von religiösen Konflikten und Gewalt, ins Leben gerufen.

Nachdem im Januar die Medien in Deutschland Berichte von Massakern an Christen in Ägypten und Nigeria veröffentlicht hatten, bewegte viele Menschen die Frage, ob der Islam überhaupt eine friedliche Religion sei, denn Christenverfolgung gibt es hauptsächlich in Ländern mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil.

Etwa 36 Personen, davon 21 UPF Friedensbotschafter waren anwesend und folgten den Ausführungen von Samir El Midani zu diesem Thema mit großer Anteilnahme. Es ging dem Referenten darum, Vorurteile gegenüber dem Islam auszuräumen. Der Islam ist eine Weltreligion, er hat nichts mit Terrorismus zu tun. An Hand von Zitaten aus dem Koran belegte Samir El Midani, dass Mord eines der schlimmsten Verbrechen und dass Selbstmord verboten ist. Gewalt ist nur zur Verteidigung erlaubt. Der Koran verbietet religiösen Extremismus und Zwang in Glaubensfragen. Er zeigte auf, wie ein Staatswesen in Gerechtigkeit regiert werden kann, Unrecht ist verboten, der Glaube an Gott wird gefördert. Staatsterrorismus und Gruppenterrorismus sind politisch motiviert und haben nichts mit Religion zu tun. Gegen Gewalt hilft nur Gerechtigkeit. Samir El Midani glaubt, in Deutschland eine zunehmende Islamophobie und einen wachsenden Antiarabismus feststellen zu können.

Nach einer Kaffeepause, bei der sich die Anwesenden intensiv austauschen konnten, war Gelegenheit zu Fragen und Antworten. Unser Referent wurde dabei durch einen unserer Friedensbotschafter, den Islamwissenschaftler Dr. Taher Al-Radwany, der ursprünglich aus dem Irak stammt, unterstützt. Hier ging es noch einmal um Toleranz in Glaubensdingen. Unter anderem wurden Blutrache, Ehrenmorde, Todesstrafe durch Steinigung als nicht mit dem Islam vereinbar erklärt.

Wie steht es mit der Dialogbereitschaft der Muslime? In Stuttgart gibt es mehrere interreligiöse Gesprächsforen, nicht zuletzt den "Stuttgarter Interreligiösen Runden Tisch" der UPF, den der Stuttgarter UPF Leiter Hubert Arnoldi kurz vorstellte.



Zum Schluss war noch Gelegenheit, drei neue Friedensbotschafter zu ernennen. Dr. Emre Tanay, einer der neu ernannten Friedensbotschafter, ein Sufi mit türkischen Wurzeln, brachte das Thema auf den Punkt: Wenn wir uns Gott mit ganzem Herzen hingeben, dann spielt die Religionszugehörigkeit keine Rolle mehr. In ihrem Kern stimmen die Religionen überein.



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