Themen
Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um Frieden.
Dag Hammarskjöld
ehem. UN-General-
sekretär
(1905 - 1961)
Veranstaltungsbericht - Stuttgart
Nahtoderfahrungen - Unser unendliches Bewusstsein
Am Samstag, dem 19. November, dem Tag vor dem Totensonntag, fand in den Räumen der Familienföderation in Stuttgart eine Veranstaltung der UPF Stuttgart und der Frauenföderation für Frieden Stuttgart mit dem Thema „Nahtoderfahrungen - unser unendliches Bewusstsein“ statt. Es war gelungen, einen besonders kompetenten Redner, nämlich Alois Serwaty, Berufsoffizier i. R. und Vorsitzender des Netzwerks Nahtoderfahrung e. V., zu gewinnen. Herr Serwaty hatte die UPF bereits in Berlin kennen gelernt und freute sich über unsere Einladung. Etwa 40 Personen fanden sich zu dieser Veranstaltung ein.
Nach der Begrüßung durch Hubert Arnoldi, unseren Stuttgarter UPF Vorsitzenden, berichtete Herr Serwaty zunächst, wie er persönlich zu diesem Thema „Nahtoderlebnisse“ gekommen war. Er führte Beispiele solcher Erlebnisse von verschiedenen Personen, auch aus der Kunst, an. Aus seinen Erfahrungen und denen vieler Menschen ergab sich, dass diesen Erlebnissen viele Dinge gemeinsam sind: Das Verlassen des Körpers und bewusste Wahrnehmungen außerhalb des Körpers, Ablaufen des Lebens wie in einem Film, häufig ein Tunnelerlebnis, Wahrnehmen einer Lichtquelle, Treffen von bereits Verstorbenen oder anderen Geistwesen…Welche Wirkung hinterlassen diese Erlebnisse? Herr Serwaty beschrieb die Wirkung dieser Erfahrungen als ein Erleben von unendlicher Freiheit, tiefem Glück und als ein Erkennens der wahren Werte im Leben: Liebe und Beziehungen. Nach Nahtoderfahrungen haben Menschen keine Angst mehr vor dem Tod.
Wie lassen sich diese Erfahrungen erklären? Medizinische, psychologische oder naturwissenschaftliche Deutungen und Erklärungen dafür gibt es nicht. Nahtoderfahrungen sind z.B. keine Sinnestäuschungen oder Halluzinationen, keine Einbildung, keine Projektion des absterbenden Gehirns oder bestimmter Hormone…Sie sind ganz bewusste, transzendente Erfahrungen!
Zum Schluss wies Herr Serwaty darauf hin, dass die Nahtoderfahrungen auf der ganzen Welt bei allen Rassen und Religionen in ähnlicher Weise auftreten. Die Elemente des Rahmens dieser Erfahrungen sind überall gleich, die Inhalte sind zum Teil vom kulturellen und religiösen Hintergrund der betreffenden Personen beeinflusst.
Link zum Netzwerk Nahtoderfahrung
Im Anschluss an diesen Vortrag bestand Gelegenheit zu Fragen und Antworten. Unsere muslimischen Gäste von der MIR-Foundation ließen es sich nicht nehmen, das Verständnis des Islam zum Tod und zum Leben nach dem Tod mitzuteilen.
Im zweiten Teil unserer Veranstaltung legte Karl-Christian Hausmann, Vorsitzender der nationalen UPF, anhand von Bildern die Sicht der UPF zum Thema dar. Das Menschenbild der UPF kann die Nahtoderfahrungen gut erklären: Der Mensch besteht aus Geist und Körper, er ist sozusagen Mittler zwischen der physischen und der geistigen Welt. Der Tod ist die Geburt in die geistige, ewige Welt. Wie das Baby unter Wehen die Welt der Wassersphäre im Mutterleib verlässt, um auf der irdischen Welt in einer Atmosphäre der Luft zu leben, so verlässt der irdische Mensch diese physische Welt, um in der geistigen Welt in einer Atmosphäre der Liebe ewig zu leben. Die physische und die geistige Welt haben ihre Entsprechungen. Für seinen physischen Körper braucht der Mensch z.B. Licht, Luft und Wärme, für seine geistige Existenz braucht er Lebenselemente von Gott, z.B. Wahrheit, Freiheit und Liebe. Eine Besonderheit des Menschen ist, dass er durch seine Taten Vitalitätselemente für seine geistige Entwicklung erhalten kann - der Mensch schafft sich sozusagen selbst.
Alle Religionen lehren: Wir sind nur Gast auf dieser Erde. Der Himmel ist die Möglichkeit, Liebe zu geben und zu empfangen.
Nach diesen interessanten Vorträgen konnten wir uns bei Erfrischungen, Kaffee und Kuchen austauschen und so den Nachmittag ausklingen lassen.
______________________________________
Bericht von Ute Lemme, 19.11.2011