Frieden verbindet Wissenschaft & Kultur
UPF-Hannover und IFEED in Sievershausen

Am Nachmittag des 15. August präsentierte die Ortsgruppe der UPF Hannover gemeinsam mit dem Internationalen Forschungszentrum für Erneuerbare Energien (IFEED) ein Friedensbotschafter-Seminar im Friedenszentrum Sievershausen. Unter dem Titel „Frieden verbindet Wissenschaft und Kultur“ wurde der Frage nachgegangen, wie die Nutzung erneuerbarer Energien zum Frieden in der Welt beitragen kann.
Zur Eröffnung des Programms spielte Randine Röhring verschiedene Klavierstücke und sang ein Lied dazu. Die 18 Teilnehmer der Konferenz folgten aufmerksam den Vorträgen der verschiedenen Referenten.

Prof. Dr. El Bassam, Vorsitzender von IFEED und langjähriger Friedensbotschafter, begann mit seinem Vortrag über Religion und Energie. Er betonte, dass „Gott die Welt erschaffen hat und daher die Umgebung ein Segen für unsere Entwicklung sein sollte. Außerdem sind auch wir verantwortlich für unsere Umwelt, sei es für Tiere oder Pflanzen. Das bedeutet, dass wir tiefer über unser Leben und Handeln nachdenken müssen, was wiederum unsere Gedanken zu den erneuerbaren Energien zurück bringt.“

1Jürgen Mandel, ebenfalls Friedensbotschafter und Mitglied von IFEED, sprach über die Notwendigkeit, die religiöse Verantwortung mit dem Erhalt unserer Umwelt in Verbindung zu bringen. Als Beispiel führte er die Osterinseln vor Augen, wo die Bewohner keine Verantwortung übernahmen mit der Folge, dass diese Inseln hinsichtlich der Lebenskraft ihrer Umwelt praktisch tot sind. Er zeigte alarmierende Bilder darüber, wie auch wir die Natur zerstören und uns in eine kritische Richtung bewegen. Er forderte die Zuhörer auf, über die Situation nachzudenken und zuerst die Probleme, dann die Optionen zu überdenken, um schließlich Lösungen herbeizuführen. Seiner Meinung nach wird die Lösung im Gebrauch erneuerbarer Energien bestehen, wie z.B. die Installation großer Solaranlagen in Nordafrika und die Umsetzung des Konzepts der Integrierten Energiedörfer.

Nach einer Pause übernahm Dr. Al-Fahad das Podium und gab einen spannenden Bericht über seine Reise nach Mekka im letzten Jahr. Er erklärte, dass die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch) eine der fünf Säulen des Islam ist und wenigstens einmal im Leben unternommen werden sollte. Seine Erzählung enthielt viele interessante Informationen und beinhaltete auch die Affirmation anderer Religionen sowie die Betonung der friedlichen Aspekte des Islam.

2Den letzten Vortrag präsentierte Rainer Fuchs, Vertreter der UPF in Hannover, mit einem Überblick über die Friedensprinzipien der UPF. Er berichtete auch über den großen interreligiösen Friedenstempel, der in Korea gebaut werden soll, und kündigte eine internationale Ehesegnung für Friedensbotschafter im kommenden Herbst in Europa an. Viele Zuhörer waren sehr interessiert an diesen Themen und nahmen die Informationen positiv auf.
Nach einer Erklärung über die Bedeutung der Auszeichnung Friedensbotschafter und die Verantwortung eines solchen wurde zwei Personen die Friedensbotschafterurkunde überreicht: Prof. Dr. O. Badran aus Jordanien und Dr. Q. Xi aus China. Beide nahmen die Urkunde mit Freude entgegen. Dr. Badran betonte, dass er in seinem Zuhause in Jordanien schon immer interreligiöse Kooperation gefördert habe.

Nach dem Ende des Programms verweilten die Teilnehmer noch, um miteinander zu diskutieren und die draußen aufgebauten Solar- und Wasser-Ausstellungen zu begutachten. Chieko Fuchs überreichte zum Abschied noch jedem einen gefalteten Papier-Kranich als Zeichen des Friedens.

Lothar und Marcia Schlichting

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