Familie als Grundstein für Weltfrieden und Herausforderung im Wandel der Gesellschaft
UPF-Düsseldorf feiert UN Day of Peace im Goethe-Hafez Saal

80 Teilnehmer trafen sich im Goethe-Hafez-Saal in Düsseldorf-Bilk, um gemeinsam den UN Day of Peace zu feiern.
Dank der Moderation von Herbert Beyer und den verschiedensten Musikbeiträgen, vorgetragen von Hikari Abe, Viola Hara, Verena Hoffmann und Kazuha Wakayama zwischen den einzelnen Vorträgen verlief das achtstündige Programm wie im Fluge. Besonders das kabarettistische Liebeslied, gesungen von Takanari Wakayama in mindestens acht verschiedenen Sprachen, entlockte dem Publikum so manches Lachen. Auch für das leibliche Wohl war durch das aus den eigenen Reihen selbst hergestellte Buffet ausreichend gesorgt.

dus1Als Repräsentantin der Friedensbotschafter von Düsseldorf eröffnete Petra Heuwind-Saidy die Veranstaltung mit einem Grußwort.

Sergio Brina von der UPF-Düsseldorf stellte daraufhin die Organisation vor. Er hob zum einen die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft hervor, und zum anderen die Bedeutung der gesamten Menschheitsfamilie unter einem Gott, welchen Namen Er auch immer er in den verschiedenen Religionen tragen mag.

Im Anschluss stellten die Friedensbotschafterinnen Petra Heuwind-Saidy und Abirami Paramanantham die Aktivitäten der UPF Düsseldorf anhand einer bunten Foto-Präsentation vor. Das Ziel der UPF Düsseldorf sei es, eine Plattform zu bilden, damit sich verschiedene Gruppierungen und Organisationen kennen lernen und vernetzen können, um gemeinsam für den Frieden zu arbeiten.

Der Grund, der beide bewegt, sich hier zu engagieren „...ist das Familiengefühl, das bei der Zusammenarbeit entsteht, das uns wiederum motiviert, dieses Gefühl auf die Gesellschaft zu übertragen und eine friedvolle Menschheitsfamilie unter Gott zu werden!“, so die Friedensbotschafterinnen.

dus2Der sehr humorvolle, philosophische Beitrag des Dozenten der Universität Köln, M.A. Francesco Conidi, handelte von dem Grundbedürfnis des Menschen nach friedlichem Zusammenleben. Schon zu Zeiten des griechischen Dichters Sokrates spielte die Bedeutung der Familie eine große Rolle. „Sokrates“, erzählte Conidi, „hat einst gesagt; `Wenn du eine gute Frau bekommst, wirst du glücklich. Wenn du eine schlechte Frau bekommst, wirst du Philosoph'? Keine Sorge“, so Conidi, „ich bin sowohl glücklich mit einer guten Frau verheiratet und ich bin auch Philosoph!“

Einen Einblick in die Frauenrolle in der moslemischen Familie gewährte uns Dr. Baharat Ahmad Shah Syed, Vertreter der Ahmaddyia Muslim Jamaat Gemeinde Köln. Er erklärte, dass die Frau die ersten drei Rangplätze in der Familie als Tochter, Ehefrau und Mutter einnimmt. Sein Vortrag baute einige Vorurteile ab, warf aber dennoch mehrere kritische Fragestellungen in der nach allen Vorträgen stattfindenden Podiumsdiskussion auf.
Einen ganz anderen, jedoch nicht gegensätzlichen Eindruck vermittelte Estelle Belong, eine junge Frau aus Kamerun, die seit vier Jahren mit einem Slowaken verheiratet ist. Sie erzählte lebhaft über das Miteinander in ihrer afrikanischen Familie und auch über ihre Vorstellungen und die bisher gemachten Erfahrungen in der binationalen Familie.

Dr. Dieter Schmidt, einer der Vorsitzenden von UPF Deutschland, referierte über die immer dünner werdenden Moralvorstellungen der Gesellschaft, besonders, was die Familie betrifft. Das Verantwortungsbewusstsein für den Zusammenhalt der Familie gehe immer mehr verloren, was sich zwangsweise negativ auf die Gesellschaft als Ganzes auswirken wird. Es gilt, diesem zerstörerischen Trend entgegenzuwirken.

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Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die von Werner Fehlberg vorgestellte Wasserzeremonie. Die Vertreter verschiedener Religionen und Nationalitäten, wie z.B. der singhalesich-buddhistische Mönch und die hinduistisch-tamilische Krankenschwester (Vertreter der beiden verfeindeten Völkergruppen Sri Lankas), ließen jeweils etwas Wasser in ein größeres Gefäß fließen, gefolgt von den restlichen Teilnehmern im Saal. Damit brachten sie ihre Verbundenheit im gemeinsamen Dienst am Frieden zum Ausdruck. Die Zeremonie war untermalt von dem bekannten Lied „We Are The World“.

Im Anschluss daran nahmen Anja und Sergio Brina die Auszeichnung der Friedensbotschafter vor, als Anerkennung für die bisher geleistete und die in Zukunft noch zu leistende Friedensarbeit. Die fünf frisch ernannten Friedensbotschafter haben sich über die Auszeichnung sehr gefreut und konnten dieses auch durch einige persönliche Worte zum Ausdruck bringen. „In den 30 Jahren haben wir noch nie so eine Anerkennung für unsere Arbeit bekommen wie heute!“, so Frau Moschini, Ehefrau von Dr. Moschini, Gründer des deutsch-iranischen Kulturvereins.

Petra Heuwind-Saidy und Abirami Paramanantham