Aus besonderem Anlass traf sich der Interreligiöse Runde
Tisch am 12.01.2010 in der Hornbergstraße 94 dem Gemeindezentrum der
Familienföderation e.V.
Hauptthema war die Verfolgung und Diskriminierung von
unseren Freunden der Bahaigemeinde im Iran, wo zur Zeit über 48 Bahá'í aufgrund
ihrer Glaubens in Haft sind. Seit einigen Tagen beschuldigen staatlich gelenkte
Medien die Bahá'í der Mitverantwortung an den landesweiten Unruhen.
"Die aktuelle Meldungen in Folge des Ashura-Festes am
27. Dezember lösen bei den Bahá'í größte Besorgnis aus", sagt der Sprecher
der Bahá'í-Gemeinde Deutschland, Professor Ingo Hofmann. "Dies ist der
absurde Versuch, die gegenwärtigen Unruhen und das Versagen der iranischen
Regierung zur Urteilsbegründung am 12. Januar heranzuziehen." Es solle ein
weiterer, schwerwiegender Anklagepunkt aufgebaut werden, nachdem die iranische
Regierung bereits im vergangenen Jahr den Bahá'í „Spionage für Israel“,
„Propaganda gegen die Islamische Republik“ sowie andere Besorgnis erregende
Beschuldigungen vorgeworfen hatte. „Ganz eindeutig soll die Öffentlichkeit
gegen die Bahá'í vereinnahmt werden. Die Unruhen dienen als Vorwand für ein
wahrscheinliches Schnellverfahren und sehr harte Urteile", so Hofmann in
einer Presse Mitteilung.
Wir besprachen die aktuelle Lage mit Herrn Dr. Schmid, Bahai Gemeindemitglied und
Friedensbotschafter sowie Friedensaktivist bei Religions for Peace Stuttgart
RFP. Wir versprachen Ihnen zu helfen und beizustehen, gerade jetzt in dieser
schwierigen Lage. Teilnehmer am Tisch waren: Dr. Helmut Schmid Bahei-Religion,
Dr.Manfred Schick Scientology Kirche, Ute Lemme Frauenföderation, Ali Palm UN-
Deutschland und Uta Bucerius Scientology Gemeinde. Weiter Teilnehmer waren
Hubert und Yoshiko Arnoldi, UPF- Leiter Stuttgart und Herr Samir El Midani
Islamischer Bund, ebenfalls ein langjähriger Teilnemer am runden Tisch.
Die Bahai Gemeinde benötigt jetzt unsere Gebete, klare
Stellungnahmen und Unterstützung von der UPF und anderen
Menschenrechtsorganisationen, wie FOREF (Forum für Religionsfreiheit). Außerdem
werden Leserbriefe und Unterschriften Aktionen und die Vernetzung mit anderen
NGO `s für Menschenrechte und Religionsfreiheit von Nutzen sein. Wir lassen
unsere Freunde nicht allein und werden nicht Schweigen, so war die Stimmung bei
diesem Treffen. Eine Zivilisation, sagt
Mahatma Gandhi, soll danach beurteilt werden, wie sie ihre Minderheiten
behandelt.
Abschließend sprach Herr Dr. Schmid noch ein Gebet für die
im Iran inhaftierten Bahai-Mitglieder. Wir freuen uns schon auf unser nächstes
Treffen am 2.2.2010 (Thema wird noch bekannt gegeben), sowie auf die nächste
Versammlung der Religions for Peace
(RPF) am 10.02.2010 um 19:30 Uhr, bei dem Hubert Arnoldi zum Thema " Die Bedeutung
einer Interreligiösen Ratskammer in der UNO" sprechen wird.