Impulse für den Frieden
UPF-Veranstaltung zum
Internationalen Jahr der vereinten
Nationen für die Annäherung der Kulturen
Bonn,
17.04.2010
Die UPF
Bonn setzte ihre Serie von Konferenzen unter dem Titel „Impulse für den
Frieden“ fort, die 2010 mit dem „Internationalen Jahr der Vereinten Nationen
für die Annäherung der Kulturen“ verbunden ist. Die UN empfiehlt, im Verlauf
des Jahres Veranstaltungen zum Bereich interkultureller und interreligiöser
Dialog, Verständigung und Kooperation durchzuführen.
Die UPF
Bonn entsprach diesen Empfehlungen, indem sie drei Redner aus drei Kontinenten
und drei verschiedenen Rassen für eine Konferenz am Samstag, den 17. April 2010,
einlud.
Francesco
Conidi, ein
italienischer Philosoph und Sprachlehrer, begann mit augenöffnenden
Ausführungen zu „Der Mensch – ein kulturschaffendes Wesen“. Er erläuterte
unterschiedliche philosophische Konzepte und betonte, dass Kultur, in welcher
Form auch immer, für alle Menschen essentiell ist.

Conidi wies
darauf hin, dass wir „eine Kultur des Herzens“ herausarbeiten sollten, die hilfreich
und notwendig ist, um Barrieren, Missverständnisse und Feindschaften unter den
Menschen zu überwinden.
Die zweite
Rednerin, Frau Maimouna Sissoko aus Mali, Westafrika, lange Zeit
Vertreterin der Botschaft der Zentralafrikanischen Republik in Deutschland,
sprach über ihre Erfahrungen, als sie zum Studium nach Deutschland kam und wie
sie begann, ihr Leben dem Bauen von Brücken zwischen Menschen verschiedener
Herkunft zu widmen. Frau Sissoko erläuterte den „Kulturschock“, der sie auf
ihrem Lebensweg mehr als einmal traf, und gab humorvoll Beispiele für
kulturelle Unterschiede zwischen Afrikanern und Europäern. Sie nahm ihr internationales
Publikum mit auf eine Gedankenreise in ihre afrikanische Heimat und ermöglichte
so ein besseres Verständnis und eine tiefere Wertschätzung ihrer Bräuche und
Kultur. Durch ihre Unterstützung für junge Deutsche, die Mali besuchen, hilft
Frau Sissoko bei der Errichtung von nachhaltigen Verbindungen zwischen den
Kontinenten.

Trotz
gesundheitlicher Probleme gab Frau Sissoko eine Präsentation, die nicht nur
wertvolle Informationen vermittelte, sondern die Herzen der Anwesenden tief
berührte.
Der dritte
Redner war Herr Bing-jie Chen aus Taiwan, ein engagierter Musikwissenschaftler und
Kunstliebhaber. Herr Chen zeigte zunächst einen beeindruckenden Film über
Kunstschätze des Alten China im National Palace Museum in Taipeh. Dann sprach
er über das Thema „Chinesischer Geist in deutscher Musik“. Er erläuterte, wie
der berühmte Komponist Gustav Mahler der chinesischen Dichtkunst begegnete und
sie für die Komposition von „Lied der Erde“ verwendete. Eine Hörprobe von
Teilen dieser Komposition rundete seine gelungene interkulturelle Präsentation
ab.

Es sei
erwähnt, dass es weitere wunderbare musikalische Darbietungen von UPF-Mitgliedern
gab sowie ein reichhaltiges internationales Buffet, das von den Anwesenden zubereitet
und gespendet wurde.

Die etwa 50
Teilnehmer der Konferenz nahmen die dargebotenen Beiträge mit großem Interesse
auf und ermutigten die Veranstalter, die „Impulse für den Frieden“
fortzuführen.