Frankfurt, 30. Mai 2010
Mit Entsetzen und Abscheu nahm die UPF-Deutschland die Nachricht über die Terroranschläge auf zwei Mocheen der Ahmadiya Muslim Jamaat in Lahore, Pakistan, auf. Am 28.05. wurden in zwei Moscheen 85 betende Ahmadiyya Muslime getötet und über 120 zum Tiel schwer verletzt. Dieses Verbrechen kann durch nichts gerechtfertigt werden und wird von der UPF Deutschland e.V. auf das schärfste verurteilt. Über die Jahre haben die UPF Deutschland und Ahmadiyya Gemeinden in verschiedenen Städten immer wieder freundschaftlichen Umgang miteinander gehabt und wechselseitig auf Veranstaltungen gesprochen. Es sind u.a. gemeinsame Ansätze einer Friedenspolitik und die Wertschätzung der Familie als grundlegender Baustein der Gesellschaft, welche die beiden Organisationen verbinden.
Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine islamische Reformgemeinde, die 1889 von Hadhrt Mirza Ghulam Ahmad, der von der Glaubensgemeinschaft als Messias und Mahdi verehrt wird, gegründet wurde. Bedauerlicherweise wird die Jamaat von der pakistanischen Regierung nicht als muslimische Glaubensgemeinschaft anerkannt, was extremistischen Elementen einen Freibrief für Verfolgung und sogar Mord erteilt. Die Ahmadiyya Jamaat fordert zu Recht, dass der Staat zumindest eine neutrale Haltung einnehmen sollte. Es steht ihm nicht zu, über die Rechtmäßigkeit von Glaubensgemeinschaften zu richten.
Ban-ki Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, die Europäische Union und viele Länder der Welt, darunter Großbritannien. die USA, Kanada, Indien, die Türkei und Sri Lanka verurteilten die Anschläge ausdrücklich.
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat e.V. in Köln hat für den Mittwoch, den 16.06.2010 um 18:oo Uhr in der Bait-un-Nasr Moschee eine Informationsveranstaltung zu den Anschlägen angesetzt. Alle, die sich dafür interessieren, sind herzlich eingeladen.