European Leadership Conference
Leadership
and Good Governance – Innovative Approaches to World Peace
Leiterschaft und verantwortliches Regieren – Neue Ansätze
zur Gestaltung einer Welt des Friedens
4. – 6. Juni 2010 Schloss Fürstenried, München
Über eine Woche ist nun schon vergangen seit Abschluss des europäischen interreligiösen Symposiums in Schloss Fürstenried im Süden von München, aber immer noch wirken die schönen und inspirierenden Eindrücke nach.
Das Motto der Tagung, die nun schon
zum dritten Mal im Schloss Fürstenried stattfand, lautete ja: Neue Ansätze zur Gestaltung einer Welt des Friedens
und Geistige Werte für das 21. Jahrhundert. Und genau das konnten wir spüren,
Aspekte eines friedlichen Miteinanders der Völker, Kulturen und Religionen. Ein
Stück Himmel tat sich uns wieder auf mit der Gewissheit, dass die Welt eine
große bunte Familie werden kann.
Mehr als 50 Repräsentanten
verschiedenster Religionsgemeinschaften und Kirchen aus mehr als zehn Nationen
kamen zusammen zu einem befruchtenden Austausch hoher göttlicher Werte und
Prinzipien.
Das Schloss Fürstenried mit seinem
sehr angenehmen Ambiente tat das seine dazu zum guten Gelingen der Tagung. Die
Schwestern und der Staff des Schlosses begegneten allen Beteiligten mit
Herzlichkeit und sorgten bestens für einen reibungslosen Ablauf und das
physische Wohl der Teilnehmer. Man konnte die Seminaratmosphäre deutlich spüren
und dass sicher hier schon Tausende von Gebeten gesprochen wurden.
Jeder erfreute sich daran in den
Pausen in den Parkanlagen spazieren zu gehen oder auf der Terrasse seinen
Kaffee zu genießen.
Tim Miller, England, führte uns mit
lebendigen Power point Vorträgen ein in die grundlegenden Prinzipien der UPF.
Die UPF-Prinzipien stellen heraus, dass es in allen großen religiösen
Traditionen die Vorstellung eines ursächlichen Wesens bzw. Gottes gibt, zu dem
der Mensch eine persönliche Beziehung aufbauen kann. Auch machte der
Vortragende deutlich, dass es ein klares Ideal des Friedens und der Harmonie
gibt. Und dieser Frieden soll in jeder Einzelperson, in jeder Ehe und in jeder
Familie beginnen. Die maßgebliche Bedeutung von einem liebevollen Ehe- und
Familienleben wurde ganz besonders betont.
Die Frage war dann natürlich, was die
Ursache aller Konflikte ist und wie man sie bewältigen kann. Seine letzte
Präsentation beschäftigte sich mit Leben und Werk des Gründers der UPF, Rev.
Sun Myung Moon.
Nach allen Vorträgen gab es immer
einen regen Fragen- und Antwortteil.

Weitere Highlights des Symposiums
waren die Morgenmeditationen bzw. Andachten, die dieses Mal von zwei
nigerianischen Pastoren und einer muslimischen Teilnehmerin gestaltet wurden.
Es war wirklich ein Novum für die meisten an einer Andacht teilzunehmen, die
von einem christlichen afrikanischen Pastor und einer Muslima gehalten wurden.
Es gibt eben nur einen Gott, von dem Seine verschieden Kinder Zeugnis ablegen.
Das Video und die Zeugnisse über die
MEPI (Friedensinitiative im Nahen Osten) der UPF waren ebenfalls beeindruckend.
Eine Besonderheit dieser ELC war die
‚Honouring the Legacy of Peace Ceremony’ am Samstagabend. Zum einen wurden
Menschen geehrt, die für das Wohl anderer gelebt hatten und zum Anderen wurde
in Ansprachen darauf hingewiesen, dass der Tod kein Ende darstellt, sondern die
Neugeburt in die ewige Geistige Welt.
Anschließend fand dann der bunte
Abend statt. Mit ihren Liedern und Musikstücken drückten die Teilnehmer ihr
Herz aus und schufen eine Atmosphäre, die alle eventuell noch vorhandenen
Barrieren zum schmelzen brachte. Christen und Muslime fanden zusammen durch die
vereinigende Sprache der Musik.

Am Nachmittag davor waren zwei
Gelehrte und ein Politiker als Gastredner eingeladen, um zum Thema ‚Geistige
Werte für das 21. Jahrhundert’ zu sprechen. Prof. Dr. Konrad Löw sprach zum
Thema „Der dialektische Materialismus - das grundlegende Gesetz des Universums
und des Lebens?“ In seinem Vortrag machte Prof. Löw klar, dass der Kommunismus,
der das 20. Jahrhundert sehr stark beherrscht hatte, auf einer Lüge aufbaut und
in keinster Weise als Lebensgrundlage für das 21. Jahrhundert dienen kann.
Dr. Martin Bauschke,
Religionswissenschaftler und Theologe vom Berliner Büro der Stiftung Weltethos,
sprach über die Notwendigkeit eines gemeinsamen ethischen Standards für unsere
Welt. Im Besonderen betonte er in anschaulicher Weise die Bedeutung der so
genannten „Goldenen Regel“ und wie wertvoll sie sein kann im Alltag der
Menschen, egal welcher Religion oder Weltanschauung.

Senator Franklin van Kappen, Generalmayor i.R. und amtierender Senator der Regierung der Niederlande, referierte über den veränderten Charakter der Konflikte und die Implikationen für den Frieden und die Sicherheit in der Welt. Als ehemaliger UNO-Berater konnte er uns einen aktuellen Einblick gewähren in die komplizierte Situation verschiedener Konflikte der Welt, die den Frieden und die Sicherheit ernsthaft bedrohen.
Die Referate können bei UPF-München
eingesehen oder bestellt werden.
Diese ‚Mini-Konferenz’ mündete in
eine rege Diskussion zwischen Referenten und Zuhörern.
Nach diesen drei Tagen des
Austausches, der Diskussion und der Suche nach höheren Werten folgte noch für
die ausländischen Gäste eine Sightseeing Tour durch die Innenstadt von München.
Robert Bentele
UPF München